Hunde richtig belohnen

Belohnen ist die Abkürzung zum Erfolg

Futtersuch-Spiele in allen Variationen
Futter suchen lassen ist die Belohnung

Kennen sie den Unterschied zwischen locken, belohnen und bestechen im Hundetraining? Oder wie man was in welchen Zusammenhang anwendet?

 

Locken ist erlaubt, wenn ihr Hund einen Übungsverlauf noch nicht kennt. Damit können wir ihn unterstützen – aber nur bedingt. Denn oft genug läuft der Hund dabei dem Futter nach, ohne überhaupt etwas vom Ablauf der Übung mitzubekommen.


Sollten Sie wirklich mal locken wollen, setzen sie es nach spätestens dem dritten Durchgang ab. Sie können die Hände und ihren Körper zur Hilfe nehmen, um Ihrem Hund den Weg zu zeigen. Anschließend wird sofort belohnt.

Der kleine aber feine Unterschied

Hund mit Leckerli locken
Locken erlaubt

Locken mit Futter

wenn der Hund eine Übung neu lernt, darf auch mit Futter gelockt werden. Allerdings sollte diese Art der Verstärkung ziemlich schnell der Belohnung weichen.

Der Hund hat sich die Belohnung erarbeitet
Belohnung verdient

Belohnung

Der Hund bekommt seine Belohnung für erwünschtes Verhalten. Gerade Futterbelohnungen lohnen sich für die korrekte Ausführung einer komplexen Übung. Natülich ist auch Streicheln eine Belohnung. Leider nimmt Sie dem Hund oft die Konzentration.

Bestechung führt nicht zu Trainingserfolg.
Niemals bestechen

Keine Bestechung

Sobald der Hund die Übung kennt sollte er nur noch belohnt aber nicht mehr gelockt werden und hüten Sie sich vor Bestechung. Brechen Sie lieber eine Übung ab und starten Sie neu statt Ihren Hund zu bestechen.


Warum Futterbelohnung so wichtig ist

Futter als Belohnung ist schlicht Ideal. In Verbindung mit einem Lobwort bekommt auch Ihre Stimme wieder eine besondere Bedeutung und Sie werden als Sozialpartner besonders wichtig.


Warum ein Ball oder ausgelassenes Spielen als Belohnung nicht so wertvoll ist? Die meisten Hunde werden dadurch zu hochgepuscht, sodass das, was zuvor trainiert wurde, nahezu wieder gelöscht wird.


Eine Futterbelohnung sollte klein und weich sein. Wenn Welpen zu lange am Futter herum kauen, finden sie das zwar gut, aber bis sie fertig sind, haben sie meistens vergessen, wofür sie es bekommen haben.

Warum denn Futter und nicht Anfassen und Streicheln?

Sicherlich finden die meisten Hunde Körperkontakt gut und genießen Streicheleinheiten. Allerdings sollte im Training davon abgesehen werden.

 

Die falsche Körperhaltung kann dem Hund genau das Gegenteil davon vermitteln, was Sie eigentlich erreichen wollten.

 

Außerdem kann die Konzentration durch das Streicheln abgebaut werden und der Hund vergisst, was er gerade gelernt hat - besonders wenn es sehr komplexte Übungen sind.

Ruhe und Gelassenheit durch Futterbelohnung

Der aufmerksame Hund verdient ein Leckerchen als Belohnung. Eine Belohnung sollte unmittelbar nach dem erwünschten Verhalten gegeben werden. Wir Zweibeiner müssen dafür lernen, schnell zu sein, ohne in Hektik zu geraten.


Zu lange dauert es, wenn Sie erst die Plastiktüte auffriemeln müssen. Idealerweise konditionieren sie ein Lobwort, damit Sie Zeit haben, um nach Futter in der Bauchtasche zu fingern.

 

Seien sie nicht zu geizig. Die Tasche darf gut gefüllt sein.

Belohnen für immer und ewig...

Wie lange Sie mit Futter belohnen sollten? Oder belohnen, auch wenn Ihr Hund längst weiß, wie die Übung funktioniert?


Sie wissen auch wie ihr Job funktioniert. Verzichten Sie auf ihr Gehalt? Es ist korrekt, dass sie die Futterbelohnung variabel geben können. Das heißt, wenn ihr Hund die Übung richtig gut kann, können sie mal nur mit der Stimme loben, mal mit Futter, mal den Futterbeutel apportieren lassen etc. Da sind ihrer Phantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Alles was Sie und vor allem Ihr Hund gut finden, ist erlaubt.


Muss alles konditioniert und verstärkt werden? Ich finde, das wichtigste ist der Vertrauensaufbau. Alles, was für den Hund „normal“ (also wirkliches Hundeverhalten) ist, braucht nicht verstärkt zu werden. Immer, wenn wir dem Hund etwas beibringen oder abverlangen, was aus hundesicht absolut sinnlos und nicht nachvollziehbar ist, ist es auch eine Belohnung wert.

Wie sieht eine gute Futterbelohnung aus?

Futter-Suchspiele eignen sich für alle Hunde
Futtersuchspiele

Futter-Suchspiele eignen sich für jeden Hund und machen einfach Spaß.

 

Fressen muss der Hund ohnehin und die meisten Hunde arbeiten gern. Wieso also nicht das Nützliche mit dem Praktischen verbinden...?

Futter suchen im Wasser
Futter angeln

Futter im Wasser suchen ist für viele Hunde eine Herausforderung.

 

Wasserscheue Hunde können so ihre Ängste vor dem Nass verlieren und mutig werden. Und Mut stärkt das Selbstvertrauen.

Jagdverhalten umleiten mit dem Futterbeutel
die Alternative zum Jagen - der Futterbeutel

Mit dem Futterbeutel oder Futterdummy kann das Jagdverhalten des Hundes umgeleitet werden. Auch hier wird Nützliches mit Praktischem verbunden und der Hund ist glücklich und ausgelastet.

Futter im Baum verstecken
Bäume schmücken mit Futter

Eine sehr schöne Übung die auch jederzeit mit in den Spaziergang übernommen werden kann: Bäume mit Futter schmücken. Ganz nebenbei lernt der Hund, geduldig zu warten und darf sich dafür seine Belohnung erarbeiten.


Übersicht zur Futterbelohnung

  • Locken: Um den Hund z.B. in eine Position zu bringen, die er noch nicht kennt.
  • Belohnen: Möglichst zeitnah am erwünschten Verhalten. Anfangs erste Schritte in die gewünschte Richtung, dann immer erst für die nächst schwierigere Ausführung.
  • Bestechen: Niemals! Wenn Ihr Hund die Übung kennt, sie aber nicht ausführt, fangen Sie nochmal an, aber angeln Sie nicht nach dem Futter um ihn zu locken. Voraussetzung: Ihr Hund kennt die Übung.

Interessieren Sie sich für ein Auslastungsprogramm für Ihren Hund? Wollen Sie wissen, wie Sie Ihren Hund richtig belohnen ohne zu bestechen? Benötigen Sie Unterstützung beim Aufbau des Apportiertrainings?

 

Rufen Sie einfach an unter: 0160 2812883

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