So kommen Sie und Ihr Hund entspannt ins Neue Jahr

So übersteht Ihr Hund Silvester

Viele Hunde finden Silvester nicht so toll und könnten gerne drauf verzichten. Vor allem auf die Knallerei. Wir haben Weihnachten noch nicht hinter uns und machen uns schon Gedanken über den Jahreswechsel. Die meisten unserer 4 – Beinigen Begleiter kommen im 1. und 2. Lebensjahr damit noch ganz gut zurecht.

 

Silvesterangst entwickelt sich meistens dadurch, dass wir unsere Hunde ständig direkt beobachten oder einfach am Tag des Jahreswechsels zu unbedacht durch die Gegend laufen. Manchmal sind wir selbst sehr Schreckhaft und übertragen das auf unsere Hunde. Wieder andere 4 Beiner haben von Natur aus kein so stabiles Nervenkostüm.  Das sind meist auch die Kandidaten, die allgemein eher zurückhaltend oder sogar ängstlich sind.

 

Aber abgesehen davon dürfen wir nie vergessen, dass unsere Hunde ein viel empfindlicheres Gehör haben und so können extreme Knallgeräusche auch sehr schmerzhaft für den Hund sein.

 

Wenn Ihr Hund noch keine Ängste entwickelt hat

Wenn Ihr Hund also noch nicht auf laute Geräusche reagiert sollten Sie trotzdem Spaziergänge in Siedlungen vermeiden. Es gibt leider immer wieder verantwortungslose Mitmenschen, die Hunde sogar mit Knallern beschmeißen. Und laute Geräusche können dem Hund schmerzen bereiten und ihn damit Angst machen. Also, es ist nicht schlimm, auch wenn Ihr Hund noch nicht reagiert, nicht den Helden zu spielen und Außerhalb von Ortschaften Gassi zu gehen.

Trainingstipp: Sollte es, egal in welcher Entfernung, irgendwo ein ungewöhnliches Geräusch geben, Knallen oder Bellen, loben Sie Ihren Hund über den grünen Klee. Er kommt freudig auf Sie zu und Sie können mit ihm Spielen oder Füttern oder was auch immer er besonders gern mag. Wiederholen Sie das auch, wenn mal nichts zu hören ist. Oben Sie was das Zeug hält, damit Ihr Hund, immer wenn er gelobt wird zu Ihnen kommt. So werden Geräusche und alles ungewöhnliche positiv verknüpft.

Tipp: Wenn Ihr Hund Ihre Nähe braucht, geben Sie sie ihm. Wenn er sich ankuschelt alles Ok, wenn er sich zurückziehen möchte auch gut. Sie kennen Ihren Hund am Besten. Vielleicht finden Sie einen Raum, den Sie verdunkeln oder was auch immer Ihrem 4 Beiner gefällt.

 

Wenn Ihr Hund schon auf Geräusche reagiert

Wenn Ihr Hund zu den Angsthunden gehört und auch Silvester schon erlebt hat, sollten Sie mit dem Training nicht erst eine Woche vor Silvester anfangen Ihren Hund umzutrainieren. Angst lässt sich nicht wegzaubern.

 

Es braucht vor allem Vertrauen und Führung in die Bezugsperson und ein gezieltes Training.

 

Haben sie ein solches Exemplar welches sich am letzten Tag des Jahres nicht mehr so ganz wohl und sicher fühlt in seinem Fell, sollten sie ihren Gefährten schon lange vor dem Jahreswechsel auf dieses Event vorbereiten.

Trainingstipp: Bedingt geeignet sind u.a. Geräusche CDs die Anfangs für uns kaum hörbar, dann in der Lautstärke immer so zunehmen, dass Ihr Hund noch entspannt ist. Währenddessen können Sie ihm jedes Mal sein Futter verabreichen oder etwas ganz besonderes überlassen. Das ganz Besondere gibt es auch immer, wenn eine Steigerung eingebracht wird. Denken Sie daran, dass Ihr Hund noch keine Reaktion zeigen darf.

Diesen Trainingstipp am besten nur mit fachmännischer Unterstützung: Wenn er auf die CD in keiner Weise reagiert – gut! Verlagern Sie das Training nach draußen. Babyknaller, Wunderkerzen, Tischfeuerwerk eignen sich, wenn sie zunächst im Abstand und Vorsichtig angezündet werden. Oder nehmen Sie 2 Bretter, die aufeinander geklappt werden und so für entsprechende Geräusche sorgen. Trainieren sie das ganze Jahr über und nicht nur kurz vor Silvester.

 

Entspannte Spaziergänge an Silvester

Ihr Hund wird Ihnen dafür Dankbar sein.  Verlagern Sie die Ausflüge ins Feld oder in den Wald.

Idealerweise fahren Sie mit Ihrem felltragenden Familienmitgliedern mit dem Auto weit vor Mitternacht raus auf die Felder oder den Wald.

 

Verzichten Sie auf Spaziergänge, die in Siedlungen oder Wohngebieten stattfinden. Spielen Sie mit Ihrem Hund z.B. mit dem Futterbeutel oder lassen Sie ihn ordentlich suchen. So ist er auf etwas anderes Konzentriert.

 

Fahren Sie in den Wald, wo Sie ihn dann richtig auspowern, damit er den Jahreswechsel verschlafen kann. Bieten Sie ihm dazu einen ruhigen Rückzugsort an.


Tipp: In den Tagen vor dem Jahreswechsel sollte Ihr Hund nicht unkontrolliert ohne Leine laufen. Besonders nicht, wenn er auf Geräusche reagiert! Vergewissern Sie sich, dass Ihr Hund mit Namen und Telefonnummer am Halsband ausgestattet ist für alle Fälle.

Training und andere Unterstützungen damit Ihr Hund Silvester übersteht

Zusätzliche Unterstützung zum Geräusche Training können sein: Bachblüten, Schüssler Salze, Kräuter, Musik, Massagen, Farben, Edelsteine, Reiki, Bewegung uvm.

Manchmal genügt Training allein nicht mehr. Sollte ihr Liebling schon länger unter Angstproblemen im Allgemeinen und besonders am Jahreswechsel leiden, sprechen sie mit ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker und lassen sich unterstützen. Achten Sie aber darauf, dass das Medikament nicht LÄHMT sondern Beruhigt.

Ihnen, ihren Angehörigen und vor allem ihren 4- Beinern wünsche ich einen sehr entspannten Jahreswechsel und alles erdenklich Gute für das Neue Jahr.

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen als Kommentar hinterlassen würden. Vielen Dank und kommen Sie und Ihr Hund entspannt ins neue Jahr. Bleiben Sie Gesund!

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Kommentare: 1
  • #1

    Christian (Dienstag, 29 Dezember 2015 13:57)

    Ein sehr guter Artikel, informativ und schöne Bilder :-)
    Ihnen einen tollen Start in das neue Jahr!