Was Kinder und Hunde dürfen oder lieber lassen sollten

Regeln für Kinder, Hunde und deren Erzieher!

Für die Erziehung von Kind und Hund sind Sie verantwortlich
die Erziehung des Hundekindes müssen Sie übernehmen

Kinder und Hunde miteinander aufwachsen zu lassen ist schön und sie sollten wieder zueinander gehören dürfen.

 

Das natürliche Miteinander ist leider in unserer Gesellschaft stark aus dem Gleichgewicht geraten.

 

Die verschiedenen Erziehungsmethoden reichen von weich bis hart und niemand nimmt sich mehr Zeit die Entwicklungsstufen zu genießen, sowohl bei 2- als auch bei 4-beinigen Kindern.

 

Gönnen Sie sich die Entwicklung bewusst wahr zu nehmen und lassen Sie sich gern unterstützen, wenn Sie Fragen zur Erziehung Ihres Hundes haben.

 

Für Welpen gibt es spezielle Welpen - Erziehungskurse!

 

Kinder und Hunde können sich gegenseitig in den jeweiligen Entwicklungen unterstützen und füreinander da sein. Für pubertäre Kinder ist gerade ein Hund unter Umständen ein sehr wertvoller Freund. Er behält Geheimnisse für sich, bleibt treu und wird sie niemals enttäuschen.

 

Ein natürlicher Umgang zwischen Hund und Kind sollte das Ziel sein. Bevor das aber soweit ist, gibt es einige Kleinigkeiten zu beachten, die oft sehr gerne vergessen werden. Diese kleine Übersicht soll lediglich eine kleine Unterstützung für Sie sein, Regeln in den Alltag von Hund und Kind herzustellen und / oder einzuführen.

 

Individuelle Erziehungstipps und –Hilfen bekommen Sie selbstverständlich in Ihrer Hundeschule bei Ihrem Trainer, Erziehungs- und Verhaltensberater.

 

Erziehen müssen Sie als Eltern, die Aufgabe Ihrer Kinder ist das nicht. Sie können Ihre Kinder in die Ausbildung Ihres Hundes involvieren, aber ihnen nicht die Erziehung des Hundes überlassen.

 

Jeder hat das Recht auf eine entspannte Mahlzeit

Hund und Kind müssen auch zusammen passen um entspannt miteinander aufzuwachsen
größere Kinder dürfen durchaus bei der Erziehung helfen

Ihr Kind sollte den Hund niemals beim Fressen stören. Ihr Hund hat ein Recht auf seine ungestörte Mahlzeit. Andererseits ist es Ihre Aufgabe dem Hund beizubringen nicht während Ihrer Mahlzeiten am Tisch zu betteln. Das gelingt am besten, wenn er einen Kauknochen auf seiner Decke bekommt, während Sie gemeinsam zu Tisch sitzen und Ihr Hund niemals etwas vom Tisch bekommt.

 

Trainingstipps: Niemals beim (Fr)Essen stören! Wenn Ihr Hund Futter bekommt, hat er das Recht in Ruhe seine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Ihr Kind kann allerdings helfen z. B. indem sie leichte Vokabelübungen wie „Sitz“ und „Bleib“ oder „Platz“ üben und Ihrem Hund dann das Futter überlassen.

 

Natürlich nur unter Ihrer Aufsicht! Ihr Hund wird das gerne tun, wenn er sich nicht bedroht fühlt und Ihr Kind keine Konkurrenz darstellt. Wenn Sie am Esstisch sitzen, sollte auch Ihr Hund höflich sein und sich nicht aufdrängen. Während Sie essen, könnte Ihr Hund z.B. auf seinem Sicherheitsplatz (Decke oder Box) liegen und etwas Leckeres knabbern.

 

Hunde sind Jäger

Harmonie und Entspannung für Mensch und Tier (Kind und Welpe)
Harmonisch und entspannt: Hund und Kind

Ihr Kind sollte niemals vor einem Hund davon rennen und erst recht nicht kreischen und / oder dabei die Arme hochreißen. Das ist leichter gesagt als getan, besonders, wenn man Angst hat. Aber Hunde sind Jäger und somit kann das weglaufen eines Kindes beim Hund Jagdverhalten auslösen.

 

Andererseits  ist es Ihre Aufgabe Ihren Hund so zu erziehen, dass er weder Kindern, Joggern noch Radfahrern nachstellt. Damit beginnen Sie am besten vom 1. Tag an bei der Welpenerziehung. Bringen Sie Ihrem Hund bei, wenn sich Radfahrer, Jogger oder laufende Kinder in der Nähe aufhalten zu setzen oder zu Ihnen zu kommen. Je jagdlich interessierter Ihr Hund ist, desto besser muss sein „Grundgehorsam“ sein.

 

Trainingstipps: Kinder und Hunde sollten niemals unbeaufsichtigt allein gelassen werden. Zu oft gibt es Missverständnisse zwischen Kindern und Hunden die oft im Krankenhaus landen. Sie haben die Verantwortung für Beide. Nur für beide geeignete Spiele spielen, d.h. keine Zerrspiele! Besser geeignet sind Spielzeuge oder Futterbeutel verstecken, Suchspiele aller Art und leichtes Vokabeltraining (nur unter Aufsicht und Kontrolliert!) So können beide, Kind und Hund, höflich und vorsichtig lernen miteinander umzugehen.

 

Kinder und Hunde sollten gegenseitigen Respekt lernen

Respekt kann gelernt werden. Verantwortlich sind die Erzieher
Respektvoller Umgang miteinander. Damit Hund und Kind langfristig glücklich werden

Achten Sie darauf, besonders wenn Sie einen besonders netten Hund zu Hause haben, Ihren Kindern beizubringen, dass jeder Hund anders ist. Nicht jeder Hund hat täglich Kontakt zu Kindern um den Umgang mit ihnen zu üben.

 

Ihre Kinder sollten also lernen immer zunächst die Besitzer des Hundes zu fragen, ob sie den Hund streicheln dürfen. Es kann auch sein, dass ein Hund Schmerzen hat oder alt ist und deshalb vielleicht schreckhaft. Andererseits ist es Ihre Pflicht Ihren Hund umfassend zu sozialisieren. Je nach Lebensumfeld kann es ganz schön Umfangreich werden einen entspannten Hund zu erziehen.

 

Trainingstipps: Gegenseitigen Respekt voreinander, sollte bei beiden Spezies unbedingt gefördert werden. Dem Hund sollte von Anfang an beigebracht werden, dass die Hände und Kleidung aller Menschen tabu sind. Ein Hund ist kein Pony, auch nicht, wenn manch einer die Größe eines Ponys hat. Deshalb achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht auf dem Hund reitet. Auch, wenn das für Sie süß aussieht.

 

Artgerecht Spielen nur unter Aufsicht

Kinder, bitte Abstand halten
Auch wenn, wie auf diesem Foto die beiden nur Wasser trinken, Kinder sollten hier einen Sicherheitsabstand halten

Richtig Spielen mit Hunden. Hunde sind wie erwähnt Jäger. Kinder sind nicht, nur weil sie 2 Beine haben Ranghöher. Wenn also Kind und Hund mit einem Ball spielen, kann es durchaus zu versehentlichen Verletzungen kommen, weil der Hund unbedingt den Ball möchte und das Kind zu langsam ist.

 

Trainingstipps: Ich würde in diesem Fall eher empfehlen: das Kind versteckt sich oder einen Gegenstand und der Hund darf suchen. Das puscht nicht so hoch und macht Spaß. Andererseits müssen Sie Ihren Welpen eine gute Beißhemmung beibringen. Grundsätzlich hat er sie schon bei seinen Wurfgeschwistern gelernt. Aber Menschen und besonders Kinder haben eine deutlich empfindlichere Haut. D.h., wenn Sie oder Ihre Kinder (natürlich nur unter Aufsicht!) mit dem Welpen spielen, und er wird zu grob, sagen Sie laut „Aua“ und brechen das Spiel ab ohne ihn weiter zu beachten. Nach ein paar Minuten wiederholen Sie das Beißhemmungsspiel.

 

Achtung: Weder das Kind noch der Hund müssen sich alles gefallen lassen. Beide haben ein Recht auf Sicherheit und Unbeschwertheit – und dafür sorgen Sie als Erzieher.

 

Hunde spielen anders. Worauf Sie achten sollten

Die sog. Beißhemmung muss erst gelernt werden
Welpen sind Nagetiere und haben keine Hände. Alternativ setzen sie ihre Zähne ein

Hunde haben keine Hände. D.h., Hunde spielen mit der Schnauze und da sind Zähne drin. Wenn ein Hund Ihre Kinder, ein Hosenbein oder etwas Ähnliches festhält, ist es das Beste stillzuhalten. Meistens lassen die Hunde los, wenn keine Reaktion erfolgt.

 

Bringen Sie Ihren Kindern bei sich niemals dazwischen zu stellen, wenn Hunde miteinander „spielen“. Hunde spielen anders miteinander und das kann Ihren Kindern durchaus weh tun. Im Spiel können Hunde ihre guten Manieren den Kindern gegenüber tatsächlich vergessen. Ihren Kindern geht es auch so, wenn sie im Spiel mit Kindergarten- oder Schulfreunden zugange sind.

 

Trainingstipps: Andererseits gehört es zum Vokabeltraining ein Abbruchsignal wie „Aus“ oder „Lass es“ zu trainieren. Dazu nehmen Sie in jede Hand ein Stück Futter und halten es so, dass der Hund nicht dran kommt. Sie sagen Ihr Abbruchwort, Ihr Hund hat keinen Erfolg, er nimmt sich zurück und Sie belohnen ihn mit dem Futterstück, das weiter von ihm weg ist.

 

Der besondere Hund aus dem Tierschutz

Kommt Ihr Hund aus dem Tierschutz, wissen Sie nicht, was er vielleicht alles erlebt hat. Gewöhnen Sie Kind und Hund langsam und positiv aneinander. Achten Sie auf mögliche Stresssignale wie starkes Hecheln, Stressfalten an der Schnauze u.v.m. Fragen Sie Ihren Trainer. Er wird Ihnen ausführlich Erklären und zeigen können worauf zu achten ist damit beide miteinander glücklich werden.

 

Körpersprache oder was wir ohne Worte sagen

Lott hat keine Angst, sie kennt mich und hat schon gelernt sich von dieser Körperhaltung nicht beeindrucken zu lassen
Diese Körpersprache könnte den jungen Hund auch Angst machen

Unsere Körpersprache ist oft eine Bedrohung für Hunde. Ein Tennisschläger kann für manche Hunde eine bedrohliche Waffe sein. Genauso wie das Anfassen des Kopfes oder das frontale auf den Hund zugehen. Ein Hund ist auch kein Pony also ist es Ihre Pflicht, Ihren Kindern Respekt vor Tieren beizubringen und nicht auf dem Hund zu „reiten“ oder sich drauf zu setzen.

 

Andererseits müssen Sie die Verantwortung für Ihr Tier übernehmen und auch hier Kind und Hund fördern. Haben Sie einen Hund, der evtl. schon schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht hat, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und Ihren Hund helfen seine Angst vor Kindern abzubauen.

 

Trainingstipps: „Schau ihm nicht in die Augen“ – auch das ist leichter gesagt als getan. Hunde sind nicht selten auf Augenhöhe mancher Kinder. Und wie schwer ist es etwas nicht anzustarren, was auf gleicher Höhe auf einen zustürmt?! Hier können Sie nur mit gutem Beispiel voran gehen. Leben Sie Ihr Verhalten und Ihre Offenheit Hunden gegenüber vor. Schüren Sie nicht die „Angst vor Hunden“.

 

Richten Sie Tabuzonen für Hund und Kind ein

Tabuzone. hat sich der Hund hierher zurückgezogen, darf niemand ran
eine Box als Rückzugsort. Hier hat niemand was zu suchen.

Der Platz bzw. die Decke oder das Körbchen Ihres Hundes sind absolute Tabuzonen. Sollte sich Ihr Hund auf besagten Plätzen niedergelassen und eingeschlafen sein, ist es sein Recht in Ruhe gelassen zu werden.

 

Bringen Sie Ihren Kindern und Gästen unbedingt bei, diese Tabuzonen zu respektieren. Andererseits haben auch Ihre Kinder das Recht ungestört zu spielen. Ihr Hund kann durchaus lernen, dass das Kinderzimmer für ihn Tabu ist.

 

Trainingstipps: Tabuzonen schaffen (für beide)! Richten Sie einen ruhigen Schlafplatz für Ihren Hund ein. (Bitte nicht im Flur unter der Treppe, wo den ganzen Tag Betrieb ist und sich auch noch der Eingangsbereich befindet.) Hält er sich dort, darf NIEMAND! ihn in seinem Körbchen stören.

 

Wenn Sie Besuch haben oder Ihre Kinder, und Ihr Hund zieht sich zurück, darf er niemals dort belästigt werden. Anders herum kann beispielsweise das Kinderzimmer die Tabuzone für Ihren Hund sein. So können auch Gastkinder ungestört spielen ohne vom Familieneigenen Hund belästigt zu werden.

 

Gedanken: Alleine Gassi gehen lassen?

Übungen, die Hund und Kind Spaß machen
Tricktraining dürfen auch Ihre Kinder übernehmen

Stellen Sie sich vor, Sie sind mit Ihrem Hund unterwegs. Vor Ihnen taucht plötzlich ein freilaufender Hund auf. Weit und breit keine Hundemensch zu sehen. Dieser Hund muss ja nicht einmal aggressiv sein, es reicht ja, wenn er sehr aufdringlich ist. Sie fühlen sich nicht wohl und wollen den Kontakt nicht, weil Ihnen dieser Hund unheimlich ist…

 

Was meinen Sie, wie es Ihrem Kind in dieser Situation geht? Wenn Sie sich als Erwachsener schon nicht wohl fühlen und überfordert sind? Leider habe ich es schon sehr oft gesehen, dass ein geradeso Schulkind mit einem Rottweiler oder Golden Retriever unterwegs war.  Der Hund braucht sich nur mal zu erschrecken und rennt auf die Straße. Wie soll Ihr Kind damit klar kommen?

 

Selbst, wenn Sie einen kleinen Hund haben und Ihr Hund geht Gassi, weil es von den Körperverhältnissen passt. Wenn aber ein großer Hund jetzt auf ihn zukommt und Kontakt aufnehmen will… Sie haben die Verantwortung für Ihren Hund und Ihr Kind! Was können SIE verantworten?

 

Liebe Kinder,

  • Behandelt einen Hund oder jedes Tier so, wie ihr behandelt werden wollt. Ich wünsche euch dass ihr entspannt und natürlich mit einem Haustier aufwachsen dürft.

  • Bitte fasst keinen Fremden Hund einfach so an ohne zu fragen.

  • Bitte vermeidet alles, was der Hund als Bedrohung verstehen könnte wie z.B. in die Augen starren oder sich über ihn beugen, vor einem Hund davon rennen oder die Arme hochreißen damit der Hund nicht dran kommt.

  • Bitte drängt euch niemals dazwischen, wenn zwei oder mehr Hunde miteinander Spielen oder Raufen.

  • Bitte ärgert keine Hunde. Erst recht nicht, wenn sie hinter einem Zaun sind.

Individuelle Beratung

 

Sollte Sie Fragen zu Erziehung und Verhalten Ihres Hundes haben, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Um einen Termin zu vereinbaren genügt ein Anruf unter der Nummer: 0160 2812883


Ihre Carola
Hundeschule für entspannte Hunde

 

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